Geld in Edelmetalle anlegen

Am Montag wollte ich eigentlich nur ganz normal von der Arbeit nach Hause fahren und bin auf dem Weg zur S-Bahn richtig erschrocken. Irgendwie zog mich ein Schaufenster magisch an, dass ich bisher nur so am Rande wahrgenommen und nicht wirklich näher betrachtet habe. Ein Spezialist für Münzen und Geldscheine hatte sein Schaufenster umdekoriert und die Ersatz- und Notwährungen der Wirtschaftskrise der 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts dekoriert. Da ist es mir wie von den Schuppen von den Augen gefallen: Auch wenn der Euro viele Sicherheitsmerkmale hat, so kann er genauso wie diese ehemaligen Währungen jederzeit abgelöst werden. Was also tun? Zuhause begann ich ein bisschen zu recherchieren, welche Geldanlagemöglichkeiten wirklich sicher sind und die Auseinandersetzungen des letzten Jahrhunderts einigermaßen unbeschadet überdauert haben. Dies waren die großen Immobilienvermögen oder auch Forste adliger Häuser. Oder aber auch Gold- und Silber, die seit Jahrtausenden als Wertaufbewahrungsmittel und Schmuck genutzt werden. In einem nächsten Schritt traf ich dann auf Seiten des Londoner Goldmarktes, die die tägliche Preisfestsetzung (das sog. Goldfixing) erklären. Die Wirtschaftswoche erklärt in einem beeindruckenden Artikel, wie es dazu kam, dass Gold ein Wertaufbewahrungsmittel auch ganz ohne Krise ist. Dort kann ich nachlesen, wie es um die Konjunktur wirklich steht, ein Nachrichtenband liefert Meldungen, die den Goldkurs betreffen können. Zudem finde ich den Chart auf der rechten Seite interessant, der mir die Ankaufs- und Verkaufskurse für Gold zeigt. In einem weiteren Abschnitt wird dann erklärt, wie das Ansparen oder die Geldanlage in Gold wirklich funktionieren. Dabei kann ich echte Werte erwerben und werde nicht auf das Fachchinesisch von binären Optionen, sogenannten Wertpapieren oder auch pyramidalen Fondskonstruktionen verwiesen. Für mich kann ich eine Strategie verwirklichen, die die großen Staaten ebenfalls anwenden: Diese vertrauen nicht auf die von ihnen selbst herausgegebene Papierwährung, sondern tätigen ebenfalls erhebliche Investments im Bereich von Edelmetallen. Mit einem Sparplan kann jeder ein Vermögen in soliden Sachwerten aufbauen. Und dann zu der Zeit in der Währung einlösen, die er haben möchte oder die dann gilt. Wer sein Geld in Edelmetalle anlegt, der kann der Schuldenkrise und der neuerdings „Gläubigerbeteiligung“ genannten schleichenden Enteignung etwas gelassener gegenüberstehen.

gold

quelle: flickr / evy moon

 

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